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Wittmann GmbH, Zimmerei und Tischlerei in Rheinberg

Was kostet eine Holzterrasse?

Einen Preis pro Quadratmeter finden Sie auf dieser Seite nicht. Nicht, weil wir ihn nicht nennen wollen, sondern weil eine Zahl ohne Blick auf Ihren Untergrund, Ihre Höhe zur Haustür und Ihre Holzwahl geraten wäre. Die Spanne nennen wir Ihnen im Gespräch, nachdem wir die Fläche gesehen haben. Was wir hier erklären: wovon der Preis abhängt, welche Entscheidungen Sie treffen, und woran Sie ein belastbares Angebot von einem billigen unterscheiden.

Warum lässt sich der Quadratmeterpreis nicht vorab beziffern?

Weil zwei Terrassen mit gleicher Fläche unterschiedlich viel Arbeit sind. Eine ebene, tragfähige Fläche auf gewachsenem Boden ist etwas anderes als ein Gelände mit Gefälle, ein Anschluss an eine tiefe Türschwelle oder eine Terrasse, unter der der alte Belag noch liegt.

Der Belag ist außerdem nur ein Teil der Rechnung. Unterkonstruktion, Auflager, Befestigungsmaterial, Randabschluss und Stufen kommen dazu — und diese Posten unterscheiden sich von Objekt zu Objekt stärker als die Dielen selbst.

Was treibt den Preis am stärksten?

Vier Größen, in dieser Reihenfolge:

  • Die Holzart. Der größte Hebel beim Materialpreis. Beim Einkauf liegen Douglasie und Lärche am unteren Ende, Thermoholz darüber, die tropischen Harthölzer am oberen.
  • Die Unterkonstruktion. Je unebener oder weicher der Untergrund, desto mehr Aufwand steckt darunter — und den sieht später niemand.
  • Die Höhe über dem Boden. Eine Terrasse knapp über Erdreich braucht andere Auflager als eine, die auf Türschwellenhöhe liegt und unterlüftet werden muss.
  • Die Ränder. Stufen, Blenden, Aussparungen um Pfosten, Anschlüsse an Wand und Fenstertür. Ränder kosten mehr Zeit pro laufendem Meter als die Fläche pro Quadratmeter.

Welche Holzart passt zu welchem Anspruch?

Holzart Was sie ausmacht Was Sie in Kauf nehmen
Lärche Heimisch, harzhaltig, bewährt im Außenbereich Astbild, Harzaustritt, Risse und Verzug sind normal
Douglasie Heimisch, ruhigeres Bild, angenehm zu begehen Weicher als Lärche, empfindlicher gegen Druckstellen
Thermoholz Thermisch behandelt, formstabiler, arbeitet weniger Spröder, muss vorgebohrt werden, dunkelt anfangs stark nach
Hartholz (z. B. Bangkirai, Cumaru, Garapa) Sehr dicht und widerstandsfähig, feine Oberfläche Höchster Materialpreis, mehr Werkzeugverschleiß, Inhaltsstoffe können hellen Stein verfärben, Herkunftsnachweis prüfen

Unbehandeltes Holz vergraut im Freien. Das ist kein Mangel, sondern die Oberfläche unter Sonne und Regen. Wer den Farbton halten will, muss regelmäßig ölen — das ist eine Entscheidung über die Pflege, nicht über die Haltbarkeit.

Ob Holz für Sie überhaupt das Richtige ist oder ob WPC besser passt, behandeln wir auf einer eigenen Seite.

Was macht die Unterkonstruktion teuer — und warum lohnt sie sich?

Die Unterkonstruktion entscheidet, wie lange die Terrasse hält. Gespart wird hier trotzdem am häufigsten, weil man sie nicht sieht.

Teurer wird sie durch: einen unebenen Untergrund, der ausgeglichen werden muss; große Höhen, die stabilere Auflager verlangen; und den Wunsch, die Dielen schlank aussehen zu lassen, was engere Auflagerabstände nach sich zieht. Die Abstände richten sich nach Dielenstärke und Holzart, nicht nach Gefühl.

Drei Punkte entscheiden über die Lebensdauer:

  1. Belüftung. Holz muss von unten abtrocknen können. Steht die Konstruktion dicht auf dem Boden oder ist die Luft ringsum eingesperrt, hilft die beste Holzart nichts.
  2. Entwässerung. Wasser muss weg, und zwar unter der Terrasse. Ein leichtes Gefälle und ein durchlässiger Aufbau sind wichtiger als jede Oberflächenbehandlung.
  3. Befestigung. Edelstahl statt verzinkt, Trennlagen zwischen Auflager und Unterkonstruktion, richtig gesetzte Fugen. Verdeckte Befestigung sieht ruhiger aus, kostet mehr Zeit und macht den späteren Tausch einzelner Dielen aufwendiger.

Welche Posten werden in Angeboten gern vergessen?

  • Abbruch und Entsorgung des alten Belags
  • Anpassung des Untergrunds, wenn er nicht tragfähig oder nicht eben ist
  • Randblenden und Aussparungen
  • Stufen und, wo die Landesbauordnung es verlangt, eine Absturzsicherung
  • Verschnitt, besonders bei diagonaler Verlegung
  • Erstbehandlung des Holzes, falls gewünscht

Wenn ein Angebot deutlich günstiger ist als ein anderes, fehlt meistens einer dieser Punkte — oder es steckt eine dünnere Unterkonstruktion dahinter.

Welche Fragen stellen Sie beim Angebotsvergleich?

  • Welche Holzart, welche Sortierung, welche Dielenstärke?
  • Woraus besteht die Unterkonstruktion, und in welchem Abstand liegen die Auflager?
  • Wie wird belüftet, wohin läuft das Wasser?
  • Welches Befestigungsmaterial, sichtbar oder verdeckt?
  • Ist die Vorbereitung des Untergrunds im Preis, oder wird sie vorausgesetzt?
  • Was passiert, wenn sich einzelne Dielen später verziehen?

Ein Angebot, das diese Fragen beantwortet, ist vergleichbar. Eines mit einer Pauschale pro Quadratmeter ist es nicht.

Was gehört zu unserem Handwerk — und was nicht?

Wir sind Zimmerei und Tischlerei. Die Unterkonstruktion, den Belag, Stufen, Blenden und den Übergang zu Tür und Fenster machen wir. An der Abdichtung des Gebäudes arbeiten wir nicht; wo eine Terrasse an eine Bauwerksabdichtung stößt, sagen wir das vorher und halten Abstand zu fremdem Gewerk.

Für Reparaturen und Arbeiten nach Aufwand gelten unsere Stundensätze: 81,00 € pro Stunde (Facharbeiter) und 40,50 € pro Stunde (Helfer). Für den Neubau einer Terrasse bekommen Sie ein Angebot mit festem Umfang.

Ob die Sätze netto oder brutto gelten, sagen wir Ihnen bei der Auftragsannahme.

Häufige Fragen

Können Sie den Preis am Telefon schätzen?

Grob und unverbindlich ja, belastbar nein. Für eine Zahl, auf die Sie sich verlassen können, sehen wir uns die Fläche an.

Ist eine Lärchenterrasse günstiger als eine aus Hartholz?

Beim Material ja. Über die Gesamtkosten entscheidet aber die Unterkonstruktion mit, und die ist bei beiden ähnlich aufwendig.

Wie lange hält eine Holzterrasse?

Das hängt weniger an der Holzart als an Belüftung und Entwässerung. Eine gut belüftete Lärchenterrasse hält länger als ein Hartholzbelag, unter dem das Wasser steht.

Muss die alte Terrasse raus?

Meistens ja, wenn Unterkonstruktion oder Untergrund nicht mehr taugen. Manchmal reicht der Tausch der Dielen. Das sehen wir vor Ort.

Können Sie einzelne kaputte Dielen austauschen?

Ja. Das läuft als Reparatur über das Formular „Reparatur beauftragen“ auf /auftrag/.

Machen Sie auch die Überdachung dazu?

Ja, Überdachungen und Carports gehören zu unserer Arbeit. Sagen Sie es früh, dann planen wir die Auflager gleich mit.

Der nächste Schritt

Schreiben Sie uns die Fläche, die ungefähre Höhe über dem Boden und was heute dort liegt. Wir melden uns, vereinbaren einen Ortstermin und rechnen danach. Nutzen Sie dafür das Formular „Auftragserteilung / Angebot anfragen“ auf /auftrag/ oder rufen Sie an: 02843 5700.

Anrufen Auftrag erteilen