Innentüren aussuchen: über 4000 Handmuster und echte Mustertüren
Eine Innentür entscheidet sich am Muster, nicht am Katalogbild. Deshalb liegt in unserer Ausstellung in Rheinberg über 4000 Handmuster, dazu Mustertüren zum Öffnen und Anfassen. Sie vergleichen Oberfläche, Kante, Zarge und Beschlag nebeneinander — und sehen, was auf dem Bildschirm nicht zu sehen ist. Besuche nach telefonischer Vereinbarung unter 02843 5700.
Warum reicht ein Katalog oder eine Website nicht?
Weil Oberflächen am Bildschirm anders wirken als im Raum. Ein Weiß hat einen Ton, eine Furnierstruktur hat eine Richtung, ein Lack hat einen Glanzgrad — das lässt sich nicht abbilden, nur ansehen.
Dazu kommt der Vergleich. Eine Tür allein sieht fast immer gut aus. Erst neben der zweiten und dritten Variante merken Sie, welche zu Ihrem Boden, Ihrem Licht und Ihren vorhandenen Türen passt. Genau dafür sind Handmuster da: Sie legen sie nebeneinander, Sie nehmen sie mit ans Fenster, Sie halten sie an Ihren Bodenbelag.
Was passiert bei einem Beratungstermin?
Wir gehen mit Ihnen vier Dinge durch, die zusammen die Tür ergeben: Oberfläche, Kante, Zarge, Beschlag. Jedes davon können Sie in echt vergleichen.
- Oberfläche: Weißlack, Furnier, Dekor, farbig lackiert. Struktur und Glanzgrad sehen Sie nur am Muster.
- Kante: Rundkante, Stollenkante, aufrechte Kante. Sie prägt die Optik stärker, als die meisten erwarten, und sie entscheidet mit über die Reinigung.
- Zarge: Umfassungszarge oder Blockzarge, Breite passend zur Wand, Bekleidung eckig oder gerundet. Die Zarge ist das, was man im Flur die ganze Zeit sieht.
- Beschlag: Drücker, Rosette, Bänder sichtbar oder verdeckt. Griffe fasst man täglich an — das gehört in die Hand, nicht auf ein Foto.
Dazu klären wir Funktion: Zimmertür, Glastür, Schiebetür vor der Wand oder in der Wand, Schallschutz, Feuchtraum. Diese Fragen ändern die Auswahl früher als die Farbe.
Welche Tür passt zu meinem Haus?
Das entscheidet sich an drei Dingen: was schon da ist, wie der Raum belichtet ist, und wie die Tür benutzt wird. Wir gehen davon aus, nicht vom Trend.
Im Altbau sind die Öffnungen oft nicht rechtwinklig und die Wandstärken schwanken von Raum zu Raum. Dann ist die Zarge das eigentliche Thema, nicht das Türblatt. Im Neubau sind Öffnungen und Wandstärken meist gleich — dafür stellt sich früher die Frage nach durchgehender Optik über alle Räume.
Wo wenig Tageslicht ankommt, hilft eine Glastür oder ein Lichtausschnitt mehr als eine hellere Farbe. Wo eine Tür ständig auf- und zugeht, sind Kante und Beschlag wichtiger als die Oberfläche.
Wie läuft das Aufmaß?
Wir messen vor Ort, nicht am Telefon. Gemessen werden Öffnungsmaß, Wandstärke, Bodenaufbau und der Anschlag — links oder rechts, nach innen oder außen öffnend.
Dabei fällt meistens etwas auf, das vorher niemand auf dem Zettel hatte: eine Öffnung, die oben schmaler ist als unten; ein Bodenaufbau, der später noch kommt und die Türhöhe verändert; eine Wandstärke, die zwei verschiedene Zargenbreiten nötig macht. Solche Punkte klären wir vor der Bestellung, nicht bei der Montage.
| Was wir aufnehmen | Warum es die Bestellung ändert |
|---|---|
| Öffnungsmaß in Breite und Höhe | bestimmt Türblatt- und Zargenmaß |
| Wandstärke je Öffnung | Umfassungszarge muss zur Wand passen |
| Bodenaufbau, vorhanden oder geplant | verändert das lichte Maß unten |
| Anschlagrichtung | Türblatt und Bänder sind seitenabhängig |
| Vorhandene Türen und Beschläge | wenn nur ein Teil getauscht wird |
Wenn der Bodenbelag erst nach den Türen kommt, brauchen wir seinen Aufbau als Maß. Steht der noch nicht fest, messen wir die übrigen Punkte auf und setzen die Bestellung aus, bis die Zahl da ist.
Warum Türblatt, Zarge und Einbau aus einer Hand?
Weil bei getrennter Beauftragung die Schnittstellen zum Streitpunkt werden. Passt die Zarge nicht zur Wand, ist unklar, ob das Maß oder die Montage schuld war.
Wir sind Tischlerei. Wir nehmen das Aufmaß, wir bestellen darauf, wir bauen ein. Wenn im Aufmaß ein Fehler steckt, ist das unser Fehler und wir kümmern uns darum. Das ist der ganze Vorteil — kein Marketingversprechen, sondern eine klare Zuständigkeit.
Passt eine Öffnung nicht, können wir sie im Rahmen unseres Handwerks anpassen. Wo eine Wandöffnung verändert oder ein Sturz berührt wird, ist das ein eigenes Thema und wird vorher besprochen.
Was kostet die Beratung?
Die Auswahl im Rahmen einer Angebotsanfrage rechnen wir nicht gesondert ab. Handwerkerstunden vor Ort rechnen wir nach unseren Stundensätzen: 81,00 € pro Stunde (Facharbeiter) und 40,50 € pro Stunde (Helfer).
Einen Türpreis nennen wir erst, wenn Aufmaß und Ausführung feststehen. Vorher wäre jede Zahl geraten, und geratene Zahlen halten bis zur Rechnung nicht.
Ob die Sätze netto oder brutto gelten, sagen wir Ihnen bei der Auftragsannahme.
Was bringen Sie zum Termin mit?
Je mehr davon Sie dabeihaben, desto weiter kommen wir an einem Termin:
- Fotos der Räume und der vorhandenen Türen, gern auch vom Flur
- ein Stück oder Foto des Bodenbelags, falls schon ausgesucht
- Anzahl der Türen und grob, welcher Raum welche bekommt
- Grundriss oder Bauzeichnung, falls vorhanden
- die Info, ob Schallschutz oder Feuchtraum irgendwo eine Rolle spielt
Ohne das geht es auch. Es dauert dann nur eine Runde länger.
Häufige Fragen
Kann ich einfach vorbeikommen?
Besser nicht ohne Anruf. Besuche in der Ausstellung finden nach telefonischer Vereinbarung statt — unter 02843 5700. So ist jemand da, der sich die Zeit für Sie nimmt.
Kann ich Handmuster mit nach Hause nehmen?
Sprechen Sie uns beim Termin darauf an. Eine Oberfläche im eigenen Licht zu sehen, ist der bessere Test als jedes Ausstellungslicht.
Muss ich alle Türen auf einmal tauschen?
Nein. Wir können auch einzelne Räume machen. Wenn später weitere folgen sollen, halten wir Oberfläche, Kante und Beschlag fest, damit der Nachkauf zusammenpasst.
Passen neue Türblätter in meine alten Zargen?
Manchmal. Das hängt vom Zargentyp, vom Falz und von den Bändern ab und lässt sich nur am Objekt beurteilen. Wir sehen uns das beim Aufmaß an und sagen Ihnen ehrlich, ob es geht.
Bekomme ich Glastüren und Schiebetüren auch bei Ihnen?
Ja. Glas- und Schiebetüren gehören zu unserer Tischlerei, ebenso Haustüren, Fenster, Rollläden und Raffstore.
Wie lange dauert es von der Auswahl bis zum Einbau?
Das hängt vom gewählten Modell und von der Ausführung ab. Wir nennen Ihnen den Zeitraum, wenn die Bestellung feststeht — vorher wäre es eine Vermutung.
Der nächste Schritt
Rufen Sie an unter 02843 5700 und vereinbaren Sie einen Termin in der Ausstellung. Oder schicken Sie uns vorab, worum es geht: über das Formular „Auftragserteilung / Angebot anfragen“ auf /auftrag/. Schreiben Sie dazu, um wie viele Türen es geht und ob es Alt- oder Neubau ist — dann können wir den Termin gleich passend vorbereiten.
Ist an einer vorhandenen Tür etwas kaputt statt geplant, nutzen Sie das Formular „Reparatur beauftragen“ auf /auftrag/.